... 2015

Film und Ergebnislisten vom 3. Immo-Sailingcup

 

Im Match Race gibt es keinen Zweiten!
Nur die Besten bestehen im Segelduell Boot gegen Boot, Bug an Bug, Auge in Auge.
Das gilt für den America’s Cup genauso wie für den IMMO-SAILINGCUP Berlin.

 

Der IMMO-SAILINGCUP wurde in den Jahren 2013, 2014 und 2015 als MATCH RACE auf einer Sprinto 6.6 ausgetragen.

Beim Match Race segeln jeweils zwei Yachten direkt gegeneinander. Die Geschichte des Match Race ist untrennbar mit der Geschichte des America’s Cup verbunden, der fast von Anfang an im Duell Boot gegen Boot entschieden wurde.

Die taktische Situation im Match Race ist völlig anders als im Fleet Race, wo eine ganze Flotte gegeneinander segelt. Bereits in der Vorstartphase ist es meistens einem Boot möglich, das andere zu kontrollieren, indem es sich in Luv und auf der Steuerbordseite hält und dem Gegner den Wind nimmt. Dadurch kann selbst ein etwas schnelleres Schiff nicht überholen, vor allem wenn es gelingt, diese Kontrolle bis zum Schluss der Wettfahrt aufrechtzuerhalten. Das taktische Duell steht im Vordergrund.

Gesegelt wird auf einer nicht allzu großen Bahn, die durch jeweils eine Bahnmarke in Lee und eine in Luv gebildet wird. Hierzu kommen noch Begrenzungen für die Start- und Ziellinie.


Beim IMMO-SAILINGCUP 2015 ersegelten sich in einer zeitlich vorgelagerten Qualifyingphase  9 der gemeldeten 18 Teams den Eintritt in die Gruppenphase.

Bereits am Morgen des 26. Juni 2015 zeichnete sich die Flaute ab; auf Besserung hoffend, wurde der IMMO-SAILINGCUP gestartet und das Beste aus den Windverhältnissen gemacht.

Die Wettfahrtleitung legte die Regattastrecke mehrfach neu aus und wandte jeden Trick an, um das Match Race ans Laufen zu bekommen. Trotz intensivem Cheerleadings auf dem Hausboot ließ sich der Windgott nicht bezirzen und es konnten nur 2 der 3 Gruppen ausgesegelt werden, so dass sich die Wettfahrtleitung geschlagen geben und das Match Race aufgrund anhaltender Flaute schlussendlich abbrechen musste. 

Während auf dem Wasser um jeden Windhauch gerungen wurde – es gab sogar Versuche den Windstoß der Drohne in die Segel zu bekommen – fand an Land das Rahmenprogramm für alle Wasserscheuen statt. Neben Speis und Trank wurde am Rudersimulator um jeden Zug gekämpft, Schmetterlingsknoten erlernt oder SUP (Stand up Paddling) ausprobiert.

Die Entscheidung, wer als Match Race-Sieger aus dem IMMO-SAILINGCUP 2015 hervorgeht, wurde auf den 11. September vertagt. Es war noch die 3. Gruppe der Vorrunde mit den Teams von Nöfer/Artifex, GuD und IGP auszusegeln, wodurch der Sieger der dritten Gruppe dann in die Finalrunde der bereits qualifizierten Gruppensieger Eckel PR und becher + hatzijordanou/Holk, Kaletta aufschließen sollte.

"Bei guten Windbedingungen konnten die Teams Freitagvormittag in den Stößensee stechen, das erste Match lieferten sich der Vorjahresteilnehmer Nöfer/Artifex und Newcomer GuD. Hochmotiviert begann GuD mit dem regattaerfahrenen Steuermann Robert Will und Jens Mittag/Oskar Rodloff an den Schoten. Durchsetzen konnte sich auf Grund des besseren Starts allerdings der Endrunden-Teilnehmer von 2014: Detlef Andreovits und Bernhard Thürauf/Olaf Berghaus mit insgesamt 8 Bootslängen.

Im zweiten Match der Gruppenphase standen sich nun GuD und IGP gegenüber. GuD musste, um im Spiel zu bleiben, nicht einfach nur gewinnen, sondern auch noch mit einem größeren Vorsprung gewinnen. Aus den Erfahrungen des ersten (verlorenen) Matches löste GuD die Aufgabe durch die Kenntnis und Wahl der besseren - linken - Seite und brachte das Boot mit 13 Bootslängen Vorsprung ins Ziel. Eine gute Ausgangsposition für den Fall, dass Nöfer/Artifex ihr Match verlieren würden….

Im dritten Match der Gruppe musste Nöfer/Artifex das Match „lediglich“ nach Hause schaukeln und gegen den vermeintlich schwächsten Gegner gewinnen. Womit Team Nöfer/Artifex nicht gerechnet hatte: Der als Ersatzmann angeheuerte Frank Hertel übernahm das Ruder bei IGP und lieferte schon in der Vorstartphase eine erstaunliche Änderung in der Performance und dem Umgang mit dem Gegner ab. Mit dem Ergebnis, dass nicht nur der Start gewonnen wurde, sondern auch auf der Bahn Bootslänge um Bootslänge mit den an den Schoten zerrenden Stefan Beck/Frank Piotrowski gut gemacht wurde. Zu aller Erstaunen parkte Nöfer/Artifex mitten auf der Bahn ein. Die Frage war jetzt nur noch, wie viele Bootslängen Abstand es insgesamt werden würden: Bei mehr als 13 Bootslängen Vorsprung und Sieg IGP gewinnt Team IGP die Gruppe 3, bei weniger Bootslängen gewinnt Team GuD. Dann kam es zu einem folgenschweren Missverständnis: In der Annahme, dass es unerheblich wäre, mit welcher Seite die Leetonne gerundet wird, rundete IGP kreativ die Tonne an Backbord und nicht wie bislang an Steuerbord. Zuschauer und Schiedsrichter hielten mit Fragezeichen in den Augen die Luft an. IGP segelte mit Volldampf weiter, holte Nöfer/Artifex ein, die immer noch im Flautenloch vor sich hindümpelten, verpassten ihnen zusätzlich noch einen Penalty, um den vermeintlichen Deckel richtig zuzumachen, segelten über die Linie und vermissten - ebenfalls mit Fragezeichen in den Augen - den Siegschuss. Detlef segelte in aller Seelenruhe hinterher, drehte vor der Ziellinie seinen 360iger und ging mit seinem Team als regelkonformer Doppel-Sieger über die Linie.

Somit standen die 3 Finalteilnehmer fest: Eckel PR, becher + hatzijordanou/Holk, Kaletta sowie Nöfer/Artifex. Letztgenannte verschnauften zunächst, die anderen begaben sich auf die Bahn und lieferten sich eine spannende Vorstartphase. Becher + hatzijordanou/Holk, Kaletta  mit Steuermann Heinrich Holk und Crew Florian Kaletta/Dirk Weichselsdorfer traten gegen Eckel PR mit Bettina Dittemer am Steuer und Crew David Eckel/Franziska Eckel an. Die Teams verfolgten eine unterschiedliche Taktik mit unterschiedlichem Erfolg, schenkten sich jedoch nichts. Spannend war es bis zum letzten Luftzug: Heinrich gewann das Match mit nur einem Meter Vorsprung. 

Testosterongeladen ging es in das zweite Finale zwischen Becher + hatzijordanou/Holk, Kaletta  und Nöfer/Artifex. Im Schiedsrichterboot musste mehrmals die rote, gelbe und blaue Fahne gehoben werden, um Frieden zu stiften. Zu guter Letzt und mit nur einer Schramme im Boot, segelte Detlef mit 5 Bootslängen Vorsprung über die Linie. 

Auch hier musste die Entscheidung das letzte Match bringen, Eckel PR ging mit einem Malus von nur einem Meter an den Start. Bei Gewinn von über 5 Bootslängen Abstand würde der Gesamtsieg an die Träger der roten Laterne von 2014 fallen. Mitten im Match riss leider der Faden, diesmal bei Team Eckel PR. Die Vorstartphase mit vielen Protesten zerrte an den Nerven, zuletzt gewann Nöfer/Artifex mit überzeugenden 15 Bootslängen und wurde somit Sieger des IMMO-SAILINGCUP 2015. "

Wir beglückwünschen das Siegerteam des IMMO-SAILINGCUP 2015!

 

MATCH RACE | Ergebnisse 2015

 Platzierung
  Teilnehmer
     
1.   Nöfer / Artifex
     
2.   becher + hatzijordanou / Holk, Kaletta
     
3.   Eckel PR
     
4.   Axthelm Rolvien Architekten
     
4.   BWP
     
4.   DIE WOHNKOMPANIE NRW / Bauwens
     
4.   GuD Consult
     
4.   IGP Ingenieur AG
     
4.   SPIE GmbH
     
5.   Bauen - Planen - Messen GbR
     
5.   BUWOG group
     
5.   DIE WOHNKOMPANIE Berlin
     
5.   eichner bastian architekten gmbh
     
5.   IBH Tragwerksplanung
     
5.   Pears Global
     
5.   Revisco GmbH

 

IMMO-SAILINGCUP 2015 | Der Film

IMMO-SAILINGCUP 2015 | Die Fotos